Toiletten für alle
» Baden-Württemberg

Ein Projekt vom Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e.V.

AKTUELL + + + „WC4all“ + + +

Studierende der Hochschule Aalen entwickeln modellhaft eine mobile „Toilette für alle“

Aalen / Stuttgart, 20.06.2016 – „WC4all“ - hinter diesem Kürzel verbirgt sich ein studentisches Projekt der Hochschule Aalen, das die Teilhabe von Menschen mit komplexen Behinderungen an Großveranstaltungen wie die Aalener „Reichstädter Tage“ oder die Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn ermöglicht. Inklusion braucht „Toiletten für alle“, d.h. Rollstuhl-WC mit Pflegeliege für Erwachsene und Patientenlifter, weiß der Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg. So entstand die Projektpartnerschaft zwischen der Hochschule Aalen und dem Selbsthilfeverband.

„Schon lange sehe ich den Bedarf an mobilen „Toiletten für alle“, sagt Prof. Dr. Ulrich Holzbaur bei der Vorstellung der Ergebnisse. Holzbaur ist Senatsbeauftragter der Hochschule Aalen für Nachhaltige Entwicklung und beschäftigt sich in Lehre und Forschung mit dem Thema Nachhaltige Events, wozu natürlich die Barriefreiheit gehört. Hier ist auch die Aalener Agendagruppe "Barrierefrei" sehr aktiv. Das von ihm ausgeschriebene Projekt „WC4all“ war binnen kürzester Zeit ausgebucht. Philipp Ballmann, Erik Hummel, Patrick Ohnhäuser und Lukas Weber meldeten sich für die Projektarbeit. Die angehenden Wirtschaftsingenieure im vierten Semester hat das Thema „einfach gereizt“. „Sanitärkomponenten im 3-D-Druck herstellen, da gehört schon was dazu“, beschreibt Lukas Weber die Herausforderung. Philipp Ballmann ergänzt: „Die Idee hat Charme. Wir bringen unser Können und Know-how ein und schaffen damit die Basis für Inklusion.“ Rolf Ulsamer stand dem Projektteam beratend zur Seite. Der Wirtschaftsingenieur lobt die ingenieursmäßige Herangehensweise der Studierenden. Im Lasten- und Pflichtenheft legten die Studierenden ihre „WC4all“-Anforderungen fest: leicht zu transportieren, kostengünstig umzusetzen, 100 Prozent barrierefrei, leicht zu reinigen, nachhaltig und möglichst auch autark von äußeren Gegebenheiten.

Im Laufe des Projektes entschieden sich die Studierenden, einen gebrauchten Überseecontainer im Standardmaß 20 Fuß (entspricht einer Länge von etwa 6 Meter) als Grundlage für den umbauten Raum zu nehmen. Nach einer umfangreichen Recherche, Planen und Berechnen ging es an die Umsetzung. Mit Hilfe von CAD und 3-D-Drucker schufen die Studierenden im Maßstab 1 : 25 einen Sanitärraum mit Rollstuhl-WC, Waschbecken sowie einer Pflegeliege für Erwachsene. Jutta Pagel-Steidl, Geschäftsführerin des Landesverbandes für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg, ist von der Präsentation beeindruckt. „Es ist faszinierend, wie unvoreingenommen die Studierenden konzeptionell vorgehen, um Inklusion voranzubringen.“ Während es mittlerweile viele Wickelmöglichkeiten für Kleinkinder gibt, fehlen diese für Erwachsene. „Menschen mit komplexen Behinderungen, die eine Windel tragen und aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts nicht mehr einen Baby-Wickeltisch nutzen können, müssen derzeit auf dem Fußboden eines Rollstuhl-WC oder auf der Rückbank des Autos gewickelt werden. Dies ist weder hygienisch noch würdig.“ Das Sozialministerium Baden-Württemberg sieht dies ebenso und fördert daher das Projekt „Toiletten für alle in Baden-Württemberg“ des Landesverbandes. Der Selbsthilfeverband wirbt daher für mehr Wickelmöglichkeiten für Erwachsene. Gemeinsam mit der Hochschule Aalen plant der Selbsthilfeverband, das Modell „WC4all“ im Maßstab 1: 1 umzusetzen, damit auch Menschen mit komplexen Behinderungen an Großveranstaltungen teilnehmen können.Der barrierefreie Container mit Toilette und Liege soll dazu gemeinsam mit Partnern weiterentwickelt, umgesetzt und eingesetzt werden.

Die Agendagruppe Aalen hat 2011 einen Leitfaden zu nachhaltige Events erstellt, der unter www.bcsd.de/files/leitfaden_nachhaltige_events.pdf abrufbar ist, von Holzbaur sind zum Thema "Nachhaltige Events" zwei Bücher erschienen.

Die angehenden Wirtschaftsingenieure und Mitglieder des Projektteams WC4all (Philipp Ballmann, Erik Hummel, Patrick Ohnhäuser und Lukas Weber) präsentieren gemeinsam mit Coach Rolf Ulsamer (Hochschule Aalen) LVKM-Geschäftsführerin Jutta Pagel-Steidl die Ergebnisse WC4all.

Die angehenden Wirtschaftsingenieure und Mitglieder des Projektteams WC4all (Philipp Ballmann, Erik Hummel, Patrick Ohnhäuser und Lukas Weber) präsentieren gemeinsam mit Coach Rolf Ulsamer (Hochschule Aalen) LVKM-Geschäftsführerin Jutta Pagel-Steidl die Ergebnisse WC4all.

Barrierefreie Sanitärausstattung im Maßstab 1 : 25 aus dem 3-D-Drucker: Rollstuhl-WC, Waschbecken und Patientenliege für Erwachsene. Die wesentlichen Bestandteile des studentischen Projekts WC4all an der Hochschule Aalen

Barrierefreie Sanitärausstattung im Maßstab 1 : 25 aus dem 3-D-Drucker: Rollstuhl-WC, Waschbecken und Patientenliege für Erwachsene. Die wesentlichen Bestandteile des studentischen Projekts WC4all an der Hochschule Aalen

+ + + Erste „Toilette für alle“ in Stuttgart eröffnet + + +

Stuttgart, 13. Juni 2016 – Das Sommerfest des Körperbehinderten-Vereins Stuttgart im Baur-Areal bildete den passenden Rahmen für eine ganz besondere Premiere: unter großem Beifall der Gäste mit und ohne Behinderung wurde in der Begegnungsstätte „Krokodil“ die zweite „Toilette für alle“ – eine Rollstuhltoilette mit Pflegeliege für Erwachsene und Hebelifter - in Baden-Württemberg und die erste in Stuttgart eröffnet. Damit ist Stuttgart dem Ziel der gelebten Teilhabe für alle einen weiteren Schritt näher.

In Stuttgarts englischer Partnerstadt St. Helen gibt es längst „Orte zum Wechseln“ (changing places). Das verwundert nicht, denn in England gehören solche Wickelmöglichkeiten für erwachsene Menschen zum Standard. In Deutschland gibt es dafür keine verpflichtende Baunorm. Das Sozialministerium Baden-Württemberg sah die Not der betroffenen Menschen mit komplexen Behinderungen und deren Familien und hat daher ein Förderprogramm „Toiletten für alle in Baden-Württemberg“ aufgelegt. Der Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung wirbt als Partner des Sozialministeriums für die Einrichtung solcher „Toiletten für alle“. Dank der Investitionsförderung des Landes konnte der Körperbehinderten-Verein Stuttgart nun in seiner Begegnungsstätte eine „Toilette für alle“ einweihen – und ist damit erneut Trendsetter.

„Der beste Vorschlag seit langem: einfach eine Pflegeliege für Erwachsene in ein entsprechend großes Rollstuhl-WC stellen und einen Hebelifter dazu“, jubelte Dr. Hans Joachim Keller, Vorsitzender des Körperbehinderten-Vereins Stuttgart und selbst betroffener Vater. „Mein Sohn hat seine Toilette immer dabei – in Form einer Windel. Was wir aber unterwegs brauchen, sind Pflegeliegen für den Windelwechsel.“ So geht es vielen Menschen. Die Vorfreude auf die neu geschaffenen Wickelmöglichkeiten war für alle spürbar. Freudig schnitten daher Theo mit Unterstützung seiner Mutter Anne Siepmann sowie Peter Maier das rot-weiße Absperrband durch. Unter großem Beifall der Gäste öffneten sie gemeinsam die Schiebetür auf und gaben den Blick in die neue „Toilette für alle“ frei. Die Frage „wie funktioniert denn das mit dem Wechsel von Rollstuhl auf die Liege?“ stand den Gästen förmlich im Gesicht geschrieben. Spontan erklärte sich Peter Maier daher bereit, sich vor den Blicken aller vom Rollstuhl auf die Liege heben zu lassen. „Ich mach‘ das ja mehrfach am Tag“, lautete sein verschmitzter Kommentar. Also rollte er mit seinem schweren Elektro-Rollstuhl in die Toilette und schon ging’s los.

Eng ging es her, denn auch Fotografen wollten diesen historischen Moment im Bild festhalten. Zunächst wurde ihm im Rollstuhl das Hebetuch „untergeschoben“, die Gurtschlaufen in die Vorrichtung des mobilen Lifters gehängt. Per Knopfdruck ging es dann ganz langsam mit dem Lifter in die Höhe. Jetzt musste noch der Rollstuhl zur Seite geschoben werden, um ausreichend Platz für die Handhabung des Lifters zu haben. Und nach kurzer Zeit konnte Peter per Knopfdruck auf die Liege gelegt werden – und genauso wieder zurück.

Die langjährige Landtagsabgeordnete Brigitte Lösch war beeindruckt und versprach, die Einrichtung weiterer „Toiletten für alle“ tatkräftig zu unterstützen. „Ich kannte vorher nicht den Unterschied zwischen einer Rollstuhltoilette und einer „Toilette für alle“ – also einer Rollstuhltoilette mit Pflegeliege für Erwachsene und Lifter. Ich habe jetzt gesehen, dass man sowas in jeder Stadt, in jedem Stadtteil braucht.“ Ähnlich ging es Walter Tattermusch, dem ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten der Landeshauptstadt Stuttgart. „Eine „Toilette für alle“ ist ein wichtiges Instrument zur Teilhabe. Damit ergeben sich erweiterte Bewegungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen.“ Stadträtin Marita Gröger war ebenfalls begeistert. Der Gemeinderat hat bereits den Bau einer „Toilette für alle“ im Bereich der Klett-Passage (Hauptbahnhof) beschlossen. Gröger will nun erreichen, dass auch bei der neuen Tiefgarage am Marktplatz eine „Toilette für alle“ geschaffen wird. „Die Leute müssen einfach sehen, wie wichtig eine solche Einrichtung ist. Jetzt können alle sich das in der Praxis beim Körperbehinderten-Verein anschauen, dann verstehen sie auch das Anliegen.“ Und was sagten die künftigen Nutzer? „Die Eröffnung der „Toilette für alle“ war eine Punktlandung. In der Begegnungsstätte gibt es ja während der Europa-Fußballmeisterschaft ein gemeinsames Fußballgucken. Und wenn wir da mit unserer Elf mitfiebern bei der Jagd nach Toren, brauchen wir ja auch einen Ort zum Wechseln.“ Die „Toilette für alle“ ist zu den Öffnungszeiten der Begegnungsstätte zugänglich.

INFO
Die Adresse der „Toilette für alle“ lautet:
Am Mühlkanal 25 in 70190 Stuttgart

mit einem Schnitt geben Theo und Anne Siepmann den Weg frei...

mit einem Schnitt geben Theo und Anne Siepmann den Weg frei...

...und werden dabei von Peter Maier unterstützt.

...und werden dabei von Peter Maier unterstützt.

eine besondere Premiere: Peter Maier rollt mit seinem Elektro-Rollstuhl die neue „Toilette für alle“

eine besondere Premiere: Peter Maier rollt mit seinem Elektro-Rollstuhl die neue „Toilette für alle“

der Transfer vom Rollstuhl auf die Liege beginnt...

der Transfer vom Rollstuhl auf die Liege beginnt...

...schwebend vom Rollstuhl auf die Liege...

...schwebend vom Rollstuhl auf die Liege...

...sicher auf der Liege „gelandet“. Jetzt könnte der Windelwechsel stattfinden.

...sicher auf der Liege „gelandet“. Jetzt könnte der Windelwechsel stattfinden.

...endlich eröffnet! Darüber freuen sich Vertreter des Alex-Clubs im KBV Stuttgart, des Landesverbandes und Landtagsabgeordnete Brigitte Lösch.

...endlich eröffnet! Darüber freuen sich Vertreter des Alex-Clubs im KBV Stuttgart, des Landesverbandes und Landtagsabgeordnete Brigitte Lösch.

und so sieht die neue „Toilette für alle“ aus! Das Rolli-WC ist zusätzlich ausgestattet mit einer höhenverstellbaren Pflegeliege für Erwachsene und einem mobilen Hebelifter.

und so sieht die neue „Toilette für alle“ aus! Das Rolli-WC ist zusätzlich ausgestattet mit einer höhenverstellbaren Pflegeliege für Erwachsene und einem mobilen Hebelifter.

+ + + Eine ganz besondere Premiere... + + +

In Waldkirch wurde die erste »Toilette für alle« in Baden-Württemberg eröffnet

Waldkirch / Stuttgart, 25. Februar 2016 – „Waldkirch klingt gut“ heißt das Motto der Stadt, das sich auf die lange Tradition des Orgelbaus bezieht. Mit der Eröffnung der ersten „Toilette für alle“ in Baden-Württemberg am Dienstag dieser Woche – einer Rollstuhltoilette mit Pflegeliege und Hebelifter – klingt Waldkirch in den Ohren der Menschen mit komplexen Behinderungen noch besser. Die Stadt Waldkirch eröffnet damit Menschen mit komplexen Behinderungen die uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Waldkirch belegt also einen absoluten Spitzenplatz im Land – und schreibt Geschichte.

Die Stadt hat sich bereits vor einigen Jahren auf dem Weg zu einer inklusiven Gemeinde gemacht. Das Projekt „Waldkirch all inclusive“ wurde 2012 mit dem Paul-Lechler-Preis ausgezeichnet. 2012 wurde der Beirat für Menschen mit Behinderungen gegründet, der seither schon viel bewegt hat. Die Zusammenarbeit zwischen dem ehrenamtlichen Beirat und der Stadtverwaltung ist ausgesprochen gut. Die Stadt plante schon lange, die öffentlichen Toiletten am Rathaus grundlegend zu sanieren. So war es für Michael Lutz, einer der beiden Sprecher des Beirats und selbst Rollstuhlfahrer, naheliegend, im Zuge der Sanierung doch gleich eine Wickelmöglichkeit für erwachsene Menschen in der Rollstuhltoilette einzuplanen. Stadtverwaltung und Gemeinderat waren von der Notwendigkeit einer solchen Wickelmöglichkeit rasch überzeugt und stellten die notwendigen Haushaltsmittel bereit. Die Waldkircher suchten im Internet nach Hilfe bei der Umsetzung und stießen dabei auf das Projekt „Toilette für alle“ der Stiftung Leben pur in München.

Bei einer kleinen Feier im Beisein der Mitglieder des Beirats für Menschen mit Behinderungen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, Vertretern der Stiftung Leben pur sowie des Landesverbandes für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg schnitt Oberbürgermeister Roman Götzmann das Absperrband durch und eröffnete damit symbolisch die „Toilette für alle“. Mit einem kleinen Dreh des Euro-Schlüssels öffnete sogleich Michael Lutz die Tür und betrat als erster den neuen „Raum zum Wechseln“.

Die Toilette ist ausgestattet mit einer „normalen“ Rollstuhl-WC-Schüssel mit hochklappbaren Stützgriffen auf beiden Seiten, einem Waschbecken mit Kippspiegel darüber sowie den obligatorischen Notruf. Zusätzlich gibt es nun eine höhenverstellbare Wandklappliege mit Seitengitter sowie einen mobilen Standlifter. Dieser erleichtert den Transfer vom Rollstuhl auf die Liege und wieder zurück. Da die Toilette mit einem Euro-Schlüssel versehen ist, ist diese für Menschen mit Behinderungen rund um die Uhr zugänglich.

INFO
Die Adresse der „Toilette für alle“ lautet:
Am Marktplatz 1 – 5 in 79183 Waldkirch

kurz vor der feierlichen Eröffnung der ersten „Toilette für alle“ in Baden-Württemberg in Waldkirch. Oberbürgermeister Roman Götzmann hat die Schere bereits in der Hand, um das Absperrband zu durchtrennen.

kurz vor der feierlichen Eröffnung der ersten „Toilette für alle“ in Baden-Württemberg in Waldkirch. Oberbürgermeister Roman Götzmann hat die Schere bereits in der Hand, um das Absperrband zu durchtrennen.

Michael Lutz, einer der beiden Sprecher des Beirats für Menschen mit Behinderungen in Waldkirch begutachtet die neue Toilette und testet die Liege

Michael Lutz, einer der beiden Sprecher des Beirats für Menschen mit Behinderungen in Waldkirch begutachtet die neue Toilette und testet die Liege

... und so sieht die neue „Toilette für alle“, eine Rollstuhl-Toilette mit höhenverstellbarer Pflegeliege und Lifter aus ...

... und so sieht die neue „Toilette für alle“, eine Rollstuhl-Toilette mit höhenverstellbarer Pflegeliege und Lifter aus ...

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... geschafft!


Eröffnung der ersten "Toilette für alle" in Waldkirch und in Baden-Württemberg

Am 23. Februar 2016 wurde in Waldkirch (Landkreis Emmendingen) die landesweit erste "Toilette für alle", also eine Rollstuhltoilette mit Pflegeliege und Lifter, feierlich eröffnet. Wir waren live dabei und sprachen mit Michael Lutz, Sprecher des Beirats für Menschen mit Behinderungen in Waldkirch sowie mit Oberbürgermeister Roman Götzmann.

AKTUELL + + + Investitionsförderung für Ausstattung einer »Toilette für alle« + + +

Bundesweit einmalig: Das Sozialministerium Baden-Württemberg fördert die Ausstattung von "Toiletten für alle" mit bis zu 12.000 Euro für die Zusatzausstattungen. Ein Eigenanteil von mindestens 10 Prozent wird erwartet.
Anträge können bis zum 15. März 2016 bzw. 30. Juni 2016 gestellt werden. Sie haben Fragen? Unser Landesverband berät Sie gerne! Den Förderaufruf und die Kriterien für die Investitionsförderung finden Sie hier!
Illustration: Vor dem Foto einer Toilettenanlage für Läufer unterhalten sich zwei gezeichnete Figuren mit Sprechblasen. Der Rollifahrer sagt »Windelwechsel auf dem Fußboden? Nein, danke!«. Der Assistent sagt »Hier fehlt das Rolli-WC mit Pflegeliege und Lifter!«

»Windelwechsel auf dem Fußboden? Nein, danke!«

Alle reden vom selbstbestimmten Leben auch mit schweren und mehrfachen Behinderungen. Wir auch. Wichtige Bausteine auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft sind »Toiletten für alle«. Darunter versteht man ein Rollstuhl-WC mit zusätzlicher Pflegeliege, Lifter und ganz viel Bewegungsfläche. Denn es gibt viele Tausende Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen, die keine Toilette nutzen können. Sie sind inkontinent, tragen Windeln und müssen diese im Liegen wechseln. Vorhandene Babywickeltische reichen nicht - und die "normalen" Rollstuhl-WCs auch nicht. Wo geeignete Orte zum Wechseln - also Toiletten für alle - fehlen, müssen sich die Betroffenen auf dem Fußboden einer öffentlichen Toilette oder auf auf der Rückbank des Autos auf dem Parkplatz wickeln lassen - oder gleich ganz zuhause bleiben. Das muss sich ändern. Deshalb gibt es nun das Projekt »Toiletten für alle in Baden-Württemberg«. Das Ziel: bis Ende 2016 sollen in vielen Orten im Land »Toiletten für alle« entstehen. Auf dieser Internetseite entsteht ein Wegweiser mit Standorten, Ausstattung und Öffnungszeiten sowie viele weitere wichtige Informationen zu »Toiletten für alle«.

Damit "müssen müssen" kein Problem mehr ist...

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  • Sie möchten gerne eine "Toilette für alle" in Baden-Württemberg einrichten?

Helfen Sie mit, dass es in vielen Orten in Baden-Württemberg künftig "Toiletten für alle" gibt!

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  • entweder ausdrucken, handschriftlich ausfüllen und dann per Post an uns zurücksschicken,
  • oder direkt am Computer bearbeiten, danach abspeichern und die ausgefüllte Datei dann als E-Mail-Anhang an die Adresse info@lv-koerperbehinderte-bw.de senden.

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Einen Stadtbummel mit der ganzen Familie? Für Petra Riegler aus Nürtingen hat dies Seltenheitswert. Der Grund: ihre Tochter Maike sitzt im Rollstuhl und braucht Windeln. Um diese unterwegs zu wechseln, braucht die Familie einen Ort zum Wechsel, eine "Toilette für alle" - ein Rollstuhl-WC mit Liege und mehr. Jutta Pagel-Steidl traf Petra Riegler am 2. November 2015 zum Interview. Inklusion ohne "Toilette für alle"? Undenkbar!

Anklicken

»Toiletten für alle« ermöglichen Inklusion. »Toiletten für alle« ist eine Idee, die bereits viele Unterstützerinnen und Unterstützer hat und noch viel mehr davon braucht. Hier finden Sie weitere Informationen und viele Tipps!

www.changing-places.org
In Großbritannien gibt es die Kampagne "changing places", die seit 2009 erfolgreich für „Orte zum Wechseln“ wirbt und deren Standorte, Ausstattung und Öffnungszeiten im Internet veröffentlicht. In Großbritannien gibt es für diese „Orte zum Wechseln“ / »Toiletten für alle« seit 2009 Standards (British Standard 8300:2009). Dies sind Planungsgrundlagen zum barrierefreien Bauen, vergleichbar mit den deutschen DIN-Normen DIN 18040. In der britischen Norm sind die öffentlichen bzw. öffentlich zugänglichen Einrichtungen aufgelistet, die „Orte zum Wechseln“ verbindlich vorhalten müssen.
www.toiletten-fuer-alle.de
Die Stiftung Leben pur aus München setzt sich mit Unterstützung der AKTION MENSCH bundesweit dafür ein, dass an allen öffentlichen Orten "Toiletten für alle" entstehen. Auf der Internetseite sind die Standorte der "Toiletten für alle und deren Ausstattung und Öffnungszeiten aufgelistet sowie ergänzende Informationen rund um das Thema »Toiletten für alle«.

Lesen

Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg vom 08.10.2015:
Sozialministerin will öffentliche Toiletten für Schwerstbehinderte
Pressemitteilung des Landesverbandes für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e.V. vom 19.11.2015:
„Windelwechsel auf dem Fußboden? Nein danke!“
Landesverband fordert „Orte zum Wechseln - Toiletten für alle“

Kontakt & Impressum

www.toiletten-fuer-alle-bw.de ist eine Veröffentlichung vom

Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e.V.

Hausadresse und Anschrift:

Am Mühlkanal 25
70190 Stuttgart
Telefon: (0711) 505 3989-0
Telefax: (0711) 505 3989-99
Internet: www.lv-koerperbehinderte-bw.de
E-Mail: info@lv-koerperbehinderte-bw.de

facebook: www.facebook.com/lvkmbw

Vorstand und Geschäftsführung:

  • Thomas Seyfarth (KBF), Vorsitzender
  • Jutta Hertneck, stv. Vorsitzende
  • Armin Bönisch, Schatzmeister
  • Achim Hoffer (KBV Stuttgart), Vorstandsmitglied
  • Christine Kühnau (KBV Mannheim), Vorstandsmitglied
  • Marion Reick-Westphal (KBV Karlsruhe), Vorstandsmitglied
  • Rolf Schneider (KBV Stuttgart), Vorstandsmitglied
  • Jutta Pagel-Steidl, Geschäftsführerin

Vereinsregister Stuttgart,
Register-Nr. 2062

Das Projekt »Toiletten für alle« wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.
Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg

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