Hier finden Sie alle Pressemitteilungen rund um das Thema „Toiletten für alle in Baden-Württemberg“.

Inklusion ohne „Barrierefreie Toiletten für alle“ ist undenkbar!

Essen / Karlsruhe, 03.06.2022. Baden-Württemberg wird gerne als „Land der Tüftler und Denker“ bezeichnet – und ist daher auch Trendsetter. Ein echtes Vorzeigemodell in Sachen Inklusion ist das Projekt „Toilette für alle in Baden-Württemberg“. Inzwischen gibt es 80 solcher Standorte. Beim Treffen der kommunalen Beauftragten für Menschen mit Behinderungen beim 82. Deutschen Fürsorgetag in Essen wurde die Essener Erklärung „Barrierefreie Toiletten für alle“ verabschiedet. Das Ziel ist klar: bundesweit sollen überall „barrierefreie Toiletten für alle“ geschaffen werden.

unabdingbare Bausteine einer inklusiven Gesellschaft“

„Öffentliche Toiletten sind selbstverständlicher Teil der Daseinsvorsorge in der Kommune. Sie tragen erheblich zu einer Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum bei. Ein dichtes Netz von gut erreichbaren und zugänglichen „barrierefreien Toiletten für alle“ sind daher unabdingbare Bausteine einer inklusiven Gesellschaft“, heißt es in der Einleitung der verabschiedeten „Essener Erklärung“.

Beim bundesweiten Netzwerktreffen der kommunalen Behindertenbeauftragten standen „Barrierefreiheit und Innovationen im öffentlichen Raum“ im Mittelpunkt. Jutta Pagel-Steidl, Geschäftsführerin des Landesverbandes für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg, war als Referentin eingeladen, um das Projekt „Toilette für alle in Baden-Württemberg“ vorzustellen. Mit Hilfe der bundesweit einmaligen Landesförderung sei es gelungen, in den vergangenen sechs Jahren inzwischen rund 80 „Toiletten für alle“ zu eröffnen. Im Auftrag des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg werbe und berate der Landesverband alle Interessierten. „Mit vollen Hosen kann man nicht teilhaben“, bringt Pagel-Steidl die Antwort auf die Frage nach dem „warum“ den Punkt.“ „Es ist einfach unwürdig, wenn ein Windelwechsel auf dem Fußboden einer öffentlichen Toilette erfolgen muss oder im Freien hinter einem Busch.“

Reimar Neumann, Beauftragter für Menschen mit Behinderungen im Landkreis Karlsruhe und Mitorganisator des bundesweiten Netzwerktreffen ergänzt: „Wenn deutschlandweit Millionen von Menschen, in Baden-Württemberg allein fast 500.000, ihre Wohnung nur ungern verlassen, weil sie woanders nicht ihre Notdurft verrichten können, dann ist das ein notdürftiger Zustand, der mit Teilhabe nicht viel zu tun. In Baden-Württemberg sind wir dank dem Landesverband auf einem guten Weg, von dem andere Bundesländer profitieren können. Daher war es mir wichtig, das Thema beim Deutschen Verein auf dem Fürsorgetag zu bespielen. Jetzt hoffe ich, dass die „Essener Erklärung“ der kommunalen Behindertenbeauftragten viele Mitunterzeichner findet.“

INFO
Hier finden Sie die „Essener Erklärung: Barrierefreie Toiletten für alle“ zum Download (pdf, 77 KB)


Drei Tage lang drehte sich beim 82. Deutschen Fürsorgetag in Essen alles um das Thema „Der Sozialstaat sichert unsere Zukunft - sichern wir den Sozialstaat!“

Drei Tage lang drehte sich beim 82. Deutschen Fürsorgetag in Essen alles um das Thema „Der Sozialstaat sichert unsere Zukunft - sichern wir den Sozialstaat!“

Aus Baden-Württemberg beim bundesweiten Netzwerktreffen der kommunalen Behindertenbeauftragten mit dabei als Botschafter für „Toiletten für alle“ . V.l.n.r.: Anita Diebold (Ortenaukreis), Jutta Pagel-Steidl (LVKM), Reimar Neumann (Landkreis Karlsruhe), Christina Reiß (Heidelberg) <br />Foto: © K. A.

Aus Baden-Württemberg beim bundesweiten Netzwerktreffen der kommunalen Behindertenbeauftragten mit dabei als Botschafter für „Toiletten für alle“ . V.l.n.r.: Anita Diebold (Ortenaukreis), Jutta Pagel-Steidl (LVKM), Reimar Neumann (Landkreis Karlsruhe), Christina Reiß (Heidelberg)
Foto: © K. A.

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